Die Deutsche Bank prognostiziert, dass die globalen Zentralbanken im Jahr 2030 über große Mengen an BTC- und Goldreserven verfügen könnten

Autor: Long Yue, Wall Street News

Da sich der Entdollarisierungstrend beschleunigt und die Nachfrage nach sicheren Häfen steigt, könnte sich die traditionelle Zuteilung der Zentralbankreserven erheblich ändern.

Laut einem aktuellen Bericht der Deutschen Bank vom 10. Oktober wird erwartet, dass Bitcoin und Gold aufgrund des zunehmenden Interesses institutioneller Anleger und der Abschwächung der Dominanz des US-Dollars bis 2030 ein wichtiger Bestandteil der Reserven vieler Zentralbanken auf der ganzen Welt werden.

Der Bericht wies darauf hin, dass die Zuteilung von Bitcoin durch die Zentralbank möglicherweise einen neuen und modernen „Eckpfeiler der finanziellen Sicherheit“ widerspiegelt, dessen Status mit der Rolle von Gold im 20. Jahrhundert vergleichbar ist.

Der Bericht geht davon aus, dass Unsicherheit und geopolitische Risiken, die durch die US-Zollpolitik verursacht werden, Investoren dazu veranlassen, nach Instrumenten zur Absicherung der Inflation zu suchen und sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der die Rolle traditioneller Fiat-Währungen schwächer werden könnte.Vor diesem Hintergrund haben die Goldpreise die Marke von 4.000 US-Dollar pro Unze überschritten, während Bitcoin nahe dem Anfang dieser Woche erreichten Allzeithoch gehandelt wird.

Einer der Haupttreiber dieses Trends ist die „Entdollarisierung“.Berichtsdaten zeigen, dass der Anteil des US-Dollars an den globalen Reserven von 60 % im Jahr 2000 auf 41 % im Jahr 2025 gesunken ist.Diese Änderung beflügelte nicht nur Gold, sondern brachte auch Vorteile für Bitcoin, was dazu führte, dass Gold und Bitcoin-ETFs im Juni Rekord-Nettozuflüsse von 5 Milliarden US-Dollar bzw. 4,7 Milliarden US-Dollar verzeichneten.

Die Rückkehr des Goldes und die Welle der Entdollarisierung

Der Status von Gold als traditioneller sicherer Hafen wird wieder gefestigt.Forscher der Deutschen Bank wiesen darauf hin, dass die Marktnachfrage nach Gold seit der Finanzkrise 2008 in den Bilanzen der Zentralbanken eine immer wichtigere Stellung einnimmt.Das „risikoscheue“ Verhalten institutioneller Anleger veranlasste die Zentralbanken im Jahr 2010 dazu, Nettokäufer von Gold zu werden.

Jetzt, da die Handelsunsicherheit und die Marktvolatilität zunehmen, „ist Gold zurück“, schrieb Marion Laboure, Chefökonomin bei der Deutschen Bank, in einer Notiz.Ein aussagekräftiges Zeichen ist, dass die Gesamtmenge des in den globalen Zentralbankreserven gehaltenen Goldes 36.000 Tonnen überschritten hat.Dieser Trend steht in engem Zusammenhang mit der Welle der „De-Dollarisierung“.Der relative Niedergang des Dollars hat Raum für alternative Währungsreserven wie Gold geschaffen.

Bitcoin: Das „digitale Gold“ des 21. Jahrhunderts?

Analysten der Deutschen Bank gehen davon aus, dass Bitcoin eine rekordverdächtige Marktentwicklung verzeichnet und als potenzielles Reservevermögen zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt.Der Bericht zieht eine Analogie zwischen der aktuellen Debatte unter politischen Entscheidungsträgern rund um Bitcoin und der Diskussion um Gold im 20. Jahrhundert und argumentiert, dass es klare Ähnlichkeiten gibt.

Marion Laboure sagte in dem Bericht, dass Bitcoin voraussichtlich ein neuer „Eckpfeiler der finanziellen Sicherheit“ werden werde.Während diese Ansicht „nach wie vor höchst umstritten ist“, löst die potenzielle Rolle von Bitcoin als überdurchschnittlicher Vermögenswert in künftigen Reservestrategien der Zentralbanken zunehmende Diskussionen aus.

Ist der Dollar immer noch unersetzlich?

Allerdings teilen nicht alle Marktbeobachter diese Vision.Analysten von JPMorgan Chase waren in einem aktuellen Bericht anderer Meinung und argumentierten, dass Stablecoins die Nachfrage nach dem US-Dollar steigern könnten.

JPMorgan Chase prognostiziert, dass das Wachstum des Stablecoin-Marktes je nach Umfang der Auslandsinvestitionen bis 2027 zu einer zusätzlichen Nachfrage nach dem US-Dollar in Höhe von 1,4 Billionen US-Dollar führen könnte.

Während der Bericht der Deutschen Bank eine vielversprechende Zukunft für Bitcoin und Gold als Währungsreserven darstellt, sind seine Schlussfolgerungen eher vorsichtig.

Marion Laboure machte deutlich, dass „weder Bitcoin noch Gold den US-Dollar vollständig ersetzen werden“.Der Bericht betont, dass digitale Vermögenswerte in der Reservestrategie der Zentralbank als „ergänzendes“ Instrument zur Landeswährung und nicht als Ersatz betrachtet werden sollten.

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